Medientipps

Hier werden in regelmäßigen unregelmäßigen Abständen Medien vorgestellt, die das Team der Mediathek besonders empfehlen kann:

 

„Rhino Hero Superbattle“ –  ein Brettspieltipp von Julia Hegel (Februar 2019)

Ziel des Spieles ist es einen Wolkenkratzer mit Hilfe von Wänden und Böden zu bauen, mit seiner Figur ganz oben zu stehen und sich die Himmelstürmer-Medaille zu schnappen und auch zu behaupten. Die Konkurrenz schläft nicht und versucht durch Würfelglück selbst den Wolkenkratzer zu erklettern. Ob man mit dem eigenen Helden auf die oberste Stufe kommt, entscheiden die Würfel und in diesem Spiel können die Eltern und Großeltern wirklich niemanden mit Absicht gewinnen lassen!

Rhino Hero Super Battle ist das ultimative Stapelspiel und mit jeder neuen Runde sieht der gebaute Wolkenkratzer anders aus. Umso höher es hinaus geht, umso wackeliger wird auch der gebaute Turm. Und umso höher ist auch der Spaß und die Spannung, ob er hält und welche Spielfigur zum Schluss oben steht!

 

 

„Neujahr“ – Juli Zeh – Ein Lesetipp von Charlotte Kahl (Dezember 2018)

Zu Beginn des Romans lernen wir Henning kennen, die Hauptperson. Er ist auf einer anstrengenden Radtour auf der Insel Lanzarote unterwegs, auf dem Weg zu einem Berggipfel. Sein Fahrrad ist geliehen, die Ausrüstung schlecht, seine Kondition ist nicht vorhanden, genauso wenig wie Wasser und Proviant. Er macht dort Urlaub mit seiner Familie, mit seiner Frau und seinen zwei Kinder. Die Eheleute haben beide gute Jobs. Er arbeitet viel von zuhause aus und deshalb zählen Hausarbeit und Kinderbetreuung mehr zu seinen Aufgaben. Eigentlich geht es ihnen ganz gut – aber Henning fühlt sich zunehmend überfordert in seinen Rollen als Ernährer, Ehemann und Vater. Seit der Geburt der Tochter hat er Angstzustände und Panikattacken. Von seiner Frau fühlt er sich nicht verstanden. Sie drängt ihn zu Aktivitäten, und meint dass er damit seine Dämonen besser vertreiben kann. Und so macht er sich am Neujahrstag – und so sind wir beim Titel des Romans – mit dem Rad auf den Weg zum Berg. Er hat sich über seine Frau geärgert, dass sie am Silvesterabend mit einem fremden Mann geflirtet hat und sichtlich glücklich war. Er hofft, dass er durch die Anstrengung einen klaren Kopf bekommen kann. Er verausgabt sich völlig auf dieser Radtour und ohne Wasser gerät er bald in einen Ausnahmezustand. Da erinnert er sich, dass er als Kind schon einmal auf Lanzarote war und dass sich damals etwas Schreckliches zugetragen hat, das er bis jetzt verdrängt hatte. Er erinnert sich plötzlich und erkennt, dass ihn die Erlebnisse bis heute verfolgen

Juli Zeh hat ein dichtes Buch geschrieben. Es hat nur 190 Seiten und davon ist kein Wort überflüssig. Die Charaktere sind deutlich gezeichnet und sie konnte eine beklemmende Stimmung beschreiben. Der Leser ist alarmiert – und doch nicht darauf vorbereitet, was ihn noch erwartet.

Die Autorin ist  durch viele Romane wie „Unterleuten“, „Corpus Delicti“, „Nullzeit“ bekannt. Sie hat Jura studiert und begleitet das Ehrenamt einer Richterin  am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg. Sie bekam viele bedeutende Preise, so erst kürzlich den Ernst-Johann-Literaturpreis der Stadt Schifferstadt. Und sie ist seit diesem Jahr auch Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.

 

Die Wunderübung – Ein Filmtipp von Ulrike Nebel (November 2018)

Ein heillos zerstrittenes Ehepaar sucht einen Paar-Therapeuten in Wien auf. Die führen eine „Kampfbeziehung“, denn die beiden streiten sich ohne Pause. Sie weiß schon im Voraus, was ihr Mann sagen will, also warum ihn überhaupt zu Wort kommen lassen. Und was immer sie sagt, wird er niedermachen. Dabei habe ihre Ehe leidenschaftlich begonnen, beim Tauchen im Roten Meer. Aber dann, zu Hause mit den Kindern sei alles erloschen. Erst als der Psychologe fragt, warum sie sich nicht trennen, kommt langsam die Wahrheit zum Vorschein. Er schlägt eine sogenannte „Paradoxe Intervention“ vor… .

Eine Pointe jagt die andere und Sie werden aus dem Lachen nicht mehr herauskommen!

Der Film lief auf dem diesjährigen Filmfestival in Ludwigshafen.